Das Forum

Das Emder Friedensforum ist ein unabhängiger und überparteilicher Zusammenschluss von Emderinnen und Emdern, die die zunehmende Militarisierung der deutschen Innen- und Außenpolitik ablehnen. Unsere Verfassung verpflichtet dazu, das friedliche Zusammenleben der Völker zu fördern und stellt Handlungen, die es verhindern oder „stören“ – insbesondere Krieg – unter Strafe.

Das Emder Friedensforum veranstaltet jährlich die Emder Friedenstage mit dem Ziel, in der Öffentlichkeit wieder die „Friedensfrage” zu stellen. Die Friedenstage sollen zum Nach- und Hinterfragen anregen und unterdrückten Informationen und gezielten Desinformationen entgegenwirken.

Die Termine für unsere regelmäßigen Treffen können Sie der lokalen Tagespresse entnehmen. Die Mitglieder des Emder Friedensforums freuen sich immer über Unterstützung. Eine Ansprechpartnerin für alle Fragen und Informationen finden Sie unter Kontakt.

Pressemitteilung des Friedensforums zum Hiroshima Gedenktag 6.8.2019

Pressemitteilung

„Der bedrohte Frieden“ – so titelte die Künstlerin Zahra ShahAli ihr Objekt, das am Hiroshimatag auf der „Friedenswiese“ in Büchel ca. 100m entfernt vom Fliegerhorst aufgestellt wird. Dort befinden sich bereits andere Friedensmerkmale und Symbole, z.B. von IPPNW (Ärzte gegen den Atomkrieg), ICAN (Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen), dem internationalen Workshop Mutlangen und anderen Friedensgruppen. Das Kunstwerk (die Taube durchbricht den Stacheldraht) ist ein Symbol der Hoffnung und Gewissheit, dass die Kraft des Friedens auch stärkste Hindernisse überwinden kann.

Das Friedensforum Emden konnte Zahra ShahAli für das Projekt gewinnen. Zusammen mit einigen Helfern des zur Zeit stattfindenden Friedenscamps, an dem auch Mitglieder des Friedensforums teilnahmen, wurde das Friedenssymbol geschaffen. Es ist dem Friedensforum wichtig, in diesem Jahr durch dieses Mahnmal auf die permanente Verletzung des Friedensgebotes der UNO zu verweisen und die Bedrohung allen Lebens auf unserer Erde durch Atomwaffen bewusst zu machen. Die „Weltuntergangsuhr“ wurde von den Atomwissenschaftlern auf 2 Minuten vor 12 gestellt. Trotzdem üben deutsche Soldaten in Büchel täglich den Abwurf der dort lagernden 20 Atombomben, welches einen Verstoß gegen den 2+4-Vertrag, gegen den NPT-Vertrag und das humanitäre Völkerrecht ist. Angesichts der Gefahren ist es dringend notwendig, dass die Stadt Emden den Städteappell von ICAN unterschreibt und die Bundesregierung den Atomwaffenverbotsvertrag ratifiziert.

 

Was damals Recht war …

Die Geschichte der Militärjustiz im Nationalsozialismus mahnt uns heute, die Gefahr eines unmoralischen Rechts stets im Auge zu behalten. Was es zu bedenken gilt, „wenn wir in Zukunft die vom Grundgesetz entworfene demokratische Friedensgesellschaft bleiben und keine neue Kriegsgesellschaft werden wollen“, entwerfen Bert Gedenk, Pastor der ev.-reformierten Gemeinde Emden, und Dr. phil. habil. Wolfgang Jahn, Leiter des Ostfiesischen Landesmuseums, in Ihrem Kurz-Dialog „Was damals Recht war…“ (PDF), der zur Eröffnung der Friedenstage 2016 verlesen wurde.

Emden und Mayors for Peace

Das Emder Friedensforum unterstütz die Mitgliedschaft der Stadt Emden im Zusammenschluss Mayors for Peace. Eine Stellungnahme hierzu ist die Rede von Bert Gedenk zur Übergabe der Flagge der Mayors for Peace (PDF) vom 24. Januar 2013. Mit der Mitgliedschaft erklärt sich die Stadt Emden den Zielen des Nagasaki-Appells (PDF) zur Abschaffung von Atomwaffen verpflichtet. Weitere Informationen dazu finden sich auf der Website der Mayors for Peace im Downloadbereich.