Kampfdrohnen für die Bundeswehr – notwendige Modernisierung oder totale Entgrenzung des Krieges?

Vortrag und anschließende Diskussion mit Jürgen Rose, Publizist und Oberstleutnant der Bundeswehr a. D.

Mittwoch, 11. September 2013, 19:30 Uhr, VHS-Forum
Eintritt frei

Die Bundesregierung beabsichtigt im Rahmen der NATO-Strategie, die Bundeswehr mit sogenannten „Kampfdrohnen“ auszurüsten, ferngesteuerten, unbemannten aber bewaffneten Flugkörpern, die jederzeit von jedermann an jedem Ort der Welt punktgenau und unerkannt eingesetzt werden können. Geht es dabei nur um die Einführung noch „leistungsfähigerer“ Waffensysteme oder um einen grundsätzlichen Sprung der Kriegsführungsstrategie? Sind Kampfdrohnen „ethisch neutral“ (de Maizière) oder besonders fragwürdig, weil ihr Einsatz die Schwelle zum bewaffneten Angriff senkt, die gezielte Tötung von Gewalttätern über ihre rechtsstaatliche Verurteilung stellt? Verhindern Kampdrohnen militärische Großeinsätze oder führen sie zu weiterer Gewalteskalation durch die Inkaufnahme vieler unschuldiger Toter, zur Verletzung der Souveränität von Staaten und geltendem Völkerrecht?